Projekt "Hans Lebrecht"

Im Oktober 2014 beschäftigten sich 5 Schülerinnen und Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren mit dem Namensgeber unserer Schule – Hans Lebrecht. Anlass des Projekts war dessen Tod im September 2014. Die Schülergruppe bearbeitete dabei folgende Fragestellungen, die sie selbst als wichtig und interessant einstufte:

  • Welche Kriterien greifen, wenn ich einen Namen für eine Schule auswähle?
  • Was erfüllt Hans Lebrecht für dessen Wahl?
  • Wie war sein Lebenslauf?
  • Welche Ereignisse/Stationen sind für uns bedeutsam?
  • Gibt es eine heutige Verbindung zu ihm in Ulm?

Grundlage für die Beantwortung der Fragestellungen war Hans Lebrechts Biografie „Gekrümmte Wege, doch ein Ziel“ sowie verschiedene Artikel aus Zeitung und Internet. Wichtige Erkenntnisse der Schüler waren, dass der Namensgeber einer Schule eine Vorbildfunktion haben muss, insbesondere mit dem Auftrag, die Kinder und Jugendlichen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und als Leitbild zu fungieren. Nach Ansicht der Jugendlichen erfüllte Hans Lebrecht diese Kriterien durch seinen Lebensweg, den er in seiner Biografie beschrieben hat. Besonders der Titel war für unsere Jugendlichen die Herausforderung und Offenbarung zugleich. Allein schon in der Begriffsdefinition der Wörter „gekrümmt“, „Wege“ und „doch ein Ziel“ begründeten einen starken Bezug zwischen Hans Lebrecht und ihnen selbst als Person. Sie selbst wussten sehr wohl aus eigener Erfahrung, welches Erleben hinter dem Wort „gekrümmt“ stehen kann, sie, die selbst Leid, Fremdbestimmung, u.a. im Rahmen einer Krise erfahren. Ebenso, dass Wege nicht immer glatt und gerade, quasi nach Plan verlaufen. Umso wichtiger war für sie die Botschaft, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und somit auch, in Bezug auf die eigene Situation, positiv zu denken, an einen „Erfolg“ zu glauben. Hans Lebrechts Kampf gegen Nationalismus und für den Frieden bestätigte die Gruppe für sie als voll akzeptabel und in ihrem Sinn „vorbild“haft. Die Frage nach der heutigen Verbindung Hans Lebrechts zu Ulm wurde vor allem mit seinem Interesse am Aufbau des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg beantwortet. Die Ergebnisse des Projekts wurden in Form von Präsentationen in einem Schülerforum dargestellt.

Die Auseinandersetzung mit dem Namensgeber der Schule war für die Jugendlichen interessant und lehrreich, da sich der Titel der Biografie von Hans Lebrecht auch auf ihr eigenes Leben zutrifft.