Publikationen

„Bedeutsames in Ulm" - Fotoprojekt der Hans-Lebrecht-Schule

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Dazugehören – Bilder aus der Hans-Lebrecht-Schule in Ulm

Dazugehören" ist ein Thema, das alle Kinder und Jugendlichen von früher Kindheit an in Bezug auf ihre Familie, Tagesstätte, Schule, Interessen- und Freundesgruppen begleitet. Unseren Schülerinnen und Schülern der Hans-Lebrecht-Schule geht es ebenso. Es wurde ihnen deutlich, dass es ein erstrebtes "Dazugehören" am Ende ihres Weges gibt, das sich gut anfühlt. In der augenblicklichen Situation jedoch der Weg selbst das Eigentliche, Existenzielle ist. Die Bilder dokumentieren, welch „harte Arbeit“ die Kinder und Jugendlichen im therapeutischen Prozess leisten. Dieser Prozess, der sich als das eigentlich Zentrale herauskristallisierte, braucht Anleitung und Begleitung, therapeutische und pädagogische Angebote, Strategien, Struktur und viel Zuspruch, um Schritt für Schritt weiter zu kommen, näher zum Ziel, ohne die Motivation zu verlieren oder entmutigt aufzugeben. Ein herzliches Dankeschön allen, die am Projekt teilgenommen und es unterstützt haben.

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Bilder der Eröffnungsfeier – Vernissage "Dazugehören"

Grußworte Oberbürgermeister Ivo Gönner
Grußworte Dr. Michael Jöstingmeier, Präsident Lions Club Ulm/Neu-Ulm
Vortrag Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder-und Jugendpsychiatrie Ulm
Thorsten Sukale und Band
Abschlussrede Schulleiterin Dorothee Blaumer
von links nach rechts: Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Dorothee Blaumer, Schulleiterin der Hans-Lebrecht-Schule, Manfred Oster, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Ulm, sowie Carmen Löffler, Lehrerin an der Hans-Lebrecht-Schule

Was ist denn schon normal?

Mein Aufenthalt in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm

Tom trägt einen blauen Kapuzenpulli und weiß, was alle denken:
Er war in der „Klapse“ – vollgepumpt mit Medikamenten, in Zwangsjacke und Gummizelle …


So stellen sich viele die Kinder- und Jugendpsychiatrie vor.

Auch Tom wusste nicht, was ihn erwartet, als er wegen seiner Wut- und Angstattacken in die Klinik kam.

Damit es anderen nicht so geht, erklärt Comicfigur Tom in diesem einzigartigen Comicbilderbuch anderen Kindern, was die Kinder- und Jugendpsychiatrie eigentlich ist und was er dort gemacht hat.

Das alles kann Schule sein!

Bilder aus der Hans-Lebrecht-Schule

Schule ... dieses Thema begleitet alle Kinder und Jugendlichen. Auch die Schülerinnen und Schüler der Hans-Lebrecht-Schule, die stationär oder teilstationär im geschützten Rahmen der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/-psychotherapie am Universitätsklinikum in Ulm und in der Klinikschule begleitet werden, sind vor und nach ihrem Aufenthalt Teil des allgemeinen Schulsystems.

Wir wollten vorhandenen Mustern und Prägungen nachspüren und diese Spuren auf Papier sich verbildlichen lassen.

Im Mai 2012 haben 41 Schülerinnen und Schüler der Hans-Lebrecht-Schule im Rahmen eines Kunstprojektes ihre Gedanken, Gefühle, Ängste, Freuden und Zweifel, die ihnen aus ihrer bisherigen Schulzeit zugänglich waren, gemalt und in einem Satz zusammengefasst.

Höchst eindrucksvoll war für uns zu beobachten, welche Reaktionen der Prozess der Entstehung dieser Werke auslöste. Oft gestaltete sich – meist bei den älteren SchülerInnen -  erst nach einstündigem Ringen mit eigenen Erfahrungen, ein Öffnen des eigenen Erlebens in Form und Farbe.

25 Jahre Hans-Lebrecht-Schule

10 Jahre Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie /-psychotherapie

Das sollte angemessen gefeiert werden!. Aus diesem Grund entstand die Idee eine Jubiläumsschrift herauszugeben, die alles wiederspiegeln soll, was dieses beiden Einrichtungen für die betroffenen Kinder und Jugendlichen, die begleitenden MitarbeiterInnen und die Stadt Ulm bedeuten.

Die Beiträge geben Einblick in die Arbeit der einzelnen Stationen und unterschiedlichen Therapien sowie in unseren Unterricht. Im Laufe des Schuljahres 2010/2011 entstanden unterschiedliche Texte, die das Leben in diesem besonderen Kontext wiedergeben.

In unserer Jubiläumsschrift finden Sie auch sehr persönliche Äußerungen unserer SchülerInnen die wiedergeben, was es für jeden Einzelnen bedeutet, mit seiner Erkrankung zurechtzukommen. Alle von SchülerInnen verfassten Texte sind anonym und durch eine besondere Schriftart erkennbar.


Ulrike Müller

"Schreibend über die Dinge kommen ..."

Worte bergen magische Kräfte in sich. Werden Worte zu einem Gedicht verdichtet, so ist das Ergebnis eine äußerst konzentrierte Aussage über einen Lebenszustand, über ein Gefühl, eine Stimmung, eine Aussage über sich selbst und die Welt mit allen ihren Höhen und Tiefen: Schmerz, Freude und Leid. In dem Moment, wo es gelingt, „schreibend über die Dinge“ zu kommen (Christa Wolf), kann man Gefühle kanalisieren. Das Erlebte wird durch die Kraft der Worte gebannt. Was in der Gedanken- und Seelenwelt unausgesprochen diffus bleibt, wird durch den Schreibprozess konkret und kann distanziert betrachtet werden.

Das Ringen um das treffende Wort, das genau das ausdrückt, was empfunden wird, ist die Aufgabe des kreativen Schreibens.

Bei diesem Prozess durfte ich als Lehrerin der Hans-Lebrecht-Schule unsere Schülerinnen und Schüler während ihres Aufenthaltes in der Kinder- und Jugendpsychiatrie begleiten. Ich danke ihnen für ihr Vertrauen und ihre Offenheit und dafür, dass sie mich an diesem Prozess teilhaben ließen.

 

Ulrike Müller